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RhB Fliegende Rhätier

In den Jahren 1939 bis 1940 stellte die Rhätische Bahn (RhB) vier Elektrotriebwagen der Bauart BCe 4/4, seit 1956 ABe 4/4, mit den Betriebsnummern 501 bis 504 in Dienst.

Die für das mit 11 kV, 16 2/3 Hz Wechselstrom elektrifizierte Streckennetz konzipierten Fahrzeuge waren 39 t schwer und 65 km/h schnell, sie leisteten 440 kW bei 44 km/h. Der mechanische Teil stammte von der SWS, die elektrische Ausrüstung von BBC und MFO.

Den Anlass zur Beschaffung der Fahrzeuge gab der zunehmende Straßenverkehr. Mit schwerfälligen gemischten Zügen, die auf vielen Stationen rangieren mussten, und den nur 55 km/h schnellen Ge 6/6-Lokomotiven sah sich die RhB dieser Konkurrenz nicht gewachsen. Ein neues Konzept – leichte, schnelle, häufiger verkehrende Züge – sollte zunächst auf den wichtigsten Linien, das heisst auf der Davoserlinie und der Albulabahn nach St. Moritz, Fahrgäste zurückgewinnen. Zusammen mit den vier Triebwagen beschaffte die RhB acht Personenwagen, ebenfalls in leichter Stahlbauart, und bewarb das neue Angebot unter dem Namen Fliegender Rhätier.

Der Versuch schlug aus zwei Gründen fehl. Zum einen konnten die kurzen Züge die gestiegene Nachfrage nicht bewältigen. Zum anderen zeigten sich so viele technische Mängel, meist dem extremen Leichtbau geschuldet, dass die Triebwagen häufig ausser Dienst standen. Mehr Erfolg hatte die RhB dann ab 1947 mit den solider gebauten Ge-4/4-Lokomotiven.

Nachdem es der Hauptwerkstätte Landquart gelungen war, die Probleme zu beheben, konnten die vier Triebwagen im leichten Personenzugdienst zuverlässig eingesetzt werden. Ab 1968 wurde die Fernsteuerung eingebaut (Steckdose nur Seite Erstklassabteil), sie konnte aber erst ab 1982 genutzt werden, als die RhB die drei Steuerwagen BDt 1721–23 in Betrieb nahm. Aus je einem ABe 4/4, bedarfsweise einem Zwischenwagen (Mitteleinstiegswagen AB 1515 sowie 1516 und B 2338) und einem Steuerwagen gebildete Pendelzüge wurden auf der Engadinerlinie zwischen Pontresina und Samedan, vereinzelt bis S-chanf sowie zwischen Davos und Filisur eingesetzt. Die drei Steuerwagen wurden 1991, 1994 und 1999 für die Fernsteuerung der Ge 4/4 I angepasst. 1990 wurden deshalb die Triebwagen zusätzlich mit der Einrichtung für Doppeltraktion ausgerüstet (Einbau einer zweiten Vst-Dose Seite Erstklassabteil), so dass ein Pendelzug mit zwei Triebwagen und einem Zwischenwagen gebildet werden konnte. Diese Einsätze endeten mit der Eröffnung der Vereinalinie 1999 und dem damit eingeführten Fahrplankonzept NEVA Retica.

Die Fahrzeuge 502 bis 504 wurden Ende der 1990er-Jahre ausrangiert und später abgebrochen. Der ABe 4/4 501 bleibt als Museumsfahrzeug erhalten, wird aber bis heute für Sonderleistungen im Oberengadin genutzt.

(Text: Wikipedia)